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Interner Bereich

Die Schatten der Vergangenheit
Die verhängnisvollen Folgen von Genozid und politischer Gewalt sind heute weltweit ein zentrales, sehr bedrückendes Thema. Die jüngere deutsche Vergangenheit ist geprägt vom Zivilisationsbruch durch den Holocaust, dessen nachhaltige Auswirkungen auf die folgenden Generationen anerkannt sind. Als Nachkommen von Überlebenden und Tätern sowie Mittätern und Mitläufern sind wir immer wieder mit den unbewältigten Erfahrungen der Eltern- und Großelterngeneration konfrontiert. Ihre Sprachlosigkeit angesichts traumatischer Erlebnisse und das Verschweigen aus uneingestandener Schuld und / oder Scham belasten die nächsten Generationen und können sie in schwere innere Konflikte stürzen. Ein respektvoller Umgang miteinander kann dadurch immer wieder gefährdet werden. Um dies zu ermöglichen, möchten wir einen persönlichen und öffentlichen Raum schaffen, in dem interessierte Menschen eine Sprache für ihr Erleben und den Zugang zu ihrer individuellen und kollektiven Geschichte (wieder-)finden können. Dieser kann ein Vertrauen schaffen, in dem sich Dialog und Auseinandersetzung entfalten und neue Entwicklungen möglich werden können.
 

Ziel und Aufgabe des Vereins
Der Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust – ehem. PAKH e.V. wurde 1995 von jüdischen und nicht-jüdischen deutschen Mitgliedern, in der Mehrzahl Psychotherapeuten, gegründet. Er wendet sich an alle Menschen, die sich für ein Verständnis der Konflikte im Zusammenhang mit politisch und individuell motivierter Gewalt interessieren. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, durch persönliche Auseinandersetzung und öffentliche Aufklärung dem individuellen und kollektiven Vergessen der Verfolgung im Nationalsozialismus entgegen zu wirken. Er versteht sich darüber hinaus – auf der Grundlage interdisziplinärer Forschung, insbesondere psychoanalytischer Erkenntnisse – als Initiative gegen das Wiederaufleben von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Seit einigen Jahren hat sich der Verein aufgrund seiner internationalen Erfahrungen über Deutschland hinaus in die Gruppe der Konflikt- und Friedensforschungs-Initiativen eingereiht und sucht den Dialog und konzeptionellen Austausch mit vergleichbaren Projektgruppen.